Marcel Saegesser – Elektronik, Komposition
Florine Juvet – Akkordeon
Katryn Hasler – Baritonvioline
Anna Schölß – Video
In der schwachen Beleuchtung sind mehrere zeltähnliche Objekte im Raum auszumachen, die sich bei längerem Hinschauen als skulpturale Leinwände mit darauf aufgetragener Farbmalerei entpuppen. Zusammen mit einem poetischen Video bilden sie die Rauminstallation INTENTS. Zwischen den Zeltskulpturen verteilt agieren in höchster Konzentration die drei Musiker/innen und spielen THE LAST PLACE (LEFT). Durch ihre starke und fast bewegungslose szenische Präsenz werden sie zu einem Teil der Installation.
Mit THE LAST PLACE (LEFT) schafft der Berner Komponist Marcel Saegesser eine fragile Klanglandschaft, die Gewohntes in überraschendes Licht rückt. Der bewusste Verzicht auf Virtuosität und Melodik richtet den Fokus gänzlich auf das Innere des Klangs selbst und auf die durch Primzahlen gewonnenen Rhythmen. Subtil gearbeitete elektronische Klänge vermengen sich untrennbar mit Baritonvioline und Akkordeon. THE LAST PLACE (LEFT) ist gleichzeitig maschinelle Poesie und grooviger Klangteppich.
Zu diesen Klängen setzt die Münchener Künstlerin Anna Schölß ihre mit INTENTS betitelten nomadisch inspirierten Zeltobjekte in den Konzertraum. Diese Objekte sind aus abstrakter Farbmalerei und Zeichnung generiert und thematisieren das Zelt – die älteste menschliche, mobile Wohnform – als einen Ort, an dem der innere und äußere Raum nur durch eine dünne Membran getrennt sind. Kurze Videoschnitte von Natur- und Lichtstudien, die auf einer transparenten Zeltmembran sichtbar werden, verstärken die Installation. Zusammen mit der Musik wird dieser poetische Ort zu einer Konzertbühne. Die Klangstrukturen gehen eine Verbindung mit den Formen, Farben und Oberflächen der Zeltobjekte ein und werden für den Zuschauer zu Projektionsflächen der eigenen Assoziationen.
CD Release im Oktober 2011 bei Tonus Music Records
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